Train song

I went out on a cold winter night

looking for money, looking for pride

along the rails, just on and on

ain’t no prize I might have won

 

keep on walking, keep on working

never waiting for no luck

 

Beacon Hill was once Mount Vernon

listen to the preacher’s sermon

he will tell you right from evil

faith in god will make you strong

 

keep on walking, keep on working

never waiting for no luck

 

Company says it won’t pay me more

if I’m run-down till the core

and if I work till I am gray

than six pence a day

 

keep on walking, keep on working

never waiting for no luck

 

My guitar and a bottle of rye

and now I let the smoke cloud my eye

I see the railway going on and on

ain’t no respect nor freedom that I haven’t won

 

29.06.2019

Leben

Leben. Liebe. Tod.

Leben. Liebe. Narben. Tod.

Leben. Liebe. Narben. Alltag. Tod.

Liebe.

Leben. Liebe. Narben. Alltag. Tod.

Liebe. Leben. Liebe. Narben. Alltag. Tod.

Alltag. Liebe.

Leben. Liebe. Narben. Alltag. Tod.

Liebe. Alltag. Leben. Liebe. Narben. Alltag. Tod.

Narben. Alltag. Liebe.

Leben. Liebe. Narben. Alltag. Tod.

Liebe. Alltag. Narben. Leben. Liebe. Narben. Alltag. Tod.

Leben. Narben. Alltag. Liebe.

Leben. Liebe. Narben. Alltag. Tod.

Liebe. Alltag. Narben. Leben. Leben. Liebe. Narben. Alltag. Tod.

Tod. Leben. Narben. Alltag. Liebe.

Leben. Liebe. Narben. Alltag. Tod.

Liebe. Alltag. Narben. Leben. Tod. Leben. Liebe. Narben. Alltag. Tod.

Leben. Liebe. Narben. Alltag. Tod. Liebe. Alltag. Narben. Leben. Tod. Leben. Liebe. Narben. Alltag. Tod.  Liebe. Alltag. Narben. Leben. Tod. Leben. Liebe. Narben. Alltag. Tod.

 

(07.12.2017)

Furie

Glabst du, du kummst mir su davo? Dir werde helfen, Freindla! Wäi lang machst na des etz scho su? Naa, halt blauß dei Pappm, des wü ich goa net hörn. Wennst du blauß as Maul afmachst, kummt doch eh nix wäi a erstunkns und gluungs Zaich naus.

Ich hobs etz nämlich vo drei verschiedene Fraua g’hert, wäi du mit dennan umganga bist. Du laißt as daham hoggn und af dich waddn und selba machst da a schäins Lebm, mit Schampus und daire Autos und Urlaub af die Malediven. Und dau lachst da dann glai widda die nechste o und dann schaust zou, dass dei Alde daham widda iachadwäi lauswerdn konnst, mit Asriedn und falsche Gschichtn vo deiner angeblichn Noch-verheirateten-aber-hoffentlich-bald-gschiedenen Frau däi da an Äacha macht, deis eigentlich in Wirklichkeit goa net gibt.

Des is imma die gleiche Gschicht dei ich mir ohör, und allermeistns sinds die Frauen dei so wos zum Derzähln hom. Dass irgend su a daherkummener Hallodri ihr in Kupf verdreht hat und nach zwaa, drei Wochn is er scho widda zur nächstn weitergwuslt und hat sie net blauß fallen glassn, naa, nuntergstoßn hat er sie dann in Dreeg nei, dass’s jo nimmer ihm hinterherlaffm ko.

Naa, bleib ner dau! Ich bin nämlich viel mehr wäi a schimpfade alde Vettel, als däi du mich siggst. In Wirklichkeit bin ich viel älder als wie ich ausschau, mei  Lieber. Des Leid vo der __________ hat mich anglockt und des Schimpfm vo der __________ hat mich hergholt und die __________ hat mir vorgjammert vo dir. Du Saubeidl, verlugner! Den Schmerz, den du in die letzten Joar ogrichtet hast, der kummt etz nämlich zu dir zrück. Dau schau ich höchstpersönlich zou! Des wird a Fraid! Also, für mich. Für dich eher net su.

Enddaischung und Wut, Frust und Hass sin keine guten Gfühle. Aber sie sin‘ mächtig – su mächtig, dass däi sich zammballt hom und mir an Körper gegebm hom. Und seit des erste Viech auf dera Welt eifersüchtig war und seim Nächsten net den andern Backn hinghaltn hat, sondern ihm an Zahn für sein Zahn ausgschlagn hat, bin ich dao. Ich bin denen wohlgsinnt, um ihr Recht kumma sind. Wohlgsinnt war ich in Griechenland und Rom und bin über die Alpen gflogn. Und etz hock ich dau, in am Gasthof irgenwo in Franken, und bring as Leid zrück zu denen, dei’s ausgeteilt ham.

Viel Spaß damit, elendicher Hund. Mit dir wille a net tauschn.

 

(17.11.2017)

Mermaid

I am free

free to go where I like to, free to stay where I want to

I roam the sea

all my friends are free like me

and when the tide is pulling out

I will go back down to the sea

 

I am strong

I am the best swimmer far and wide

one stroke in the water

and I am away

when the tide is pulling out

I will go back into the sea

 

I make a living on my own

cold does not bother me

I resist drifts I dislike

my fishtail is muscles and silvery gloss

when the tide is pulling out

I will be back under the sea

 

I am beautiful

my hair is shining under the moon

I have a siren’s voice

oh, how the seamen love me!

now the tide is pulling out

I am back under the sea

 

(16.11.2017)

Birds‘ Eyes

smoke and fog and dullness

the morning commuter jam

exhaust and noise and yet no advance

when you see it through the eyes of a jay

a pearl necklace of bright white and red lights

curls along the roads like glittering veins

 

frost is biting the tip of your nose

your fingers are numb and so are your toes

snowflakes are melting so cold on your neck

when you see it through the eyes of a merle

diamonds are falling from the sky

each one unique

 

your neighbours rummage through their rooms

their baby is crying for hours it seems

do they have elephant company?

when you see it through the eyes of a pecker

it’s everyday apartment life

still your house is cosy and warm

 

(16.11.2017)

Wasser und Luft

Das Nebelschleierweiß bewegt ein leiser Hauch
feuchtigkeitsschwangere Luft, luftige Feuchte
schwerer Atem verwirbelt den dicken Dunst

Steter Luftzug rührt mit unsichtbaren Händen
die silbernen Saiten des Sprühregens
rauschende Klänge aus Silberstaubtropfen

Die Brise zerrt die Gischt zum wilden Reigen
schleudern und fallen, wirbeln und springen und fliegen
glitzernde Nässeperlen salzig und platzen

Der Wind wallt Wellenhügel und -berge
Wogen strömen hinauf und hinab der Sog
Berg und Tal aus Zerrhimmelspiegelglas

Die Bö fährt brüllend nieder auf die See
schlägt Schaum und zerwühlt die Decke
Ströme und Strudel reißen mit, was schwach ist

Der Sturm zwingt Fluten in die Höh
Springflut, Sturzflut, Sintflutozeane
Unten kehrt nach oben

Danach zieht wieder still der Nebel auf vom Meer
mit leisem Hauch
der Atemzug verwirbelt Lufttröpfchen…

13.10.2017

 

En Folksång – Ein Schwedisches Volkslied

Ich träumte von einem Mädel jung
golden war ihr Haar
sonnenhell so war ihr Blick
die Stimme vogelgleich.

Das Mädchen ging zum Strand hinab,
golden war ihr Haar,
den Leuchtturmwärter sah sie dort
die Vögel sangen so klar.

Das Herz schlug schnell in ihrer Brust,
sonnenhell der Blick
fand den Mann und Liebe begann,
golden war ihr Haar.

Sie riefen laut und verlobten sich,
die Stimmen vogelgleich.
Der Turm so einsam lockte sie nicht,
golden war ihr Haar.

Matrosen kamen mit Gold und mehr,
und golden war ihr Haar.
Sie vergaß ihren Mann und ging davon
mit sonnenhellem Blick.

Da brach des Leuchtturmwärters Herz,
die Vögel schwiegen still.
Er starb hinfort und sah nie mehr
ihr Haar so rot wie Gold.

(11.10.2017)