Zorya – Tanz und Tarot

Zorya Zhuleidasunya – Zorya, Tochter von Zhuleida – heißt die hochgewachsene, schlanke Frau, die zwischen den farbenfrohen Holzwagen des reisenden Volkes umhergeht und sich abwechselnd immer wieder bückt oder streckt, um einen Blick unter und auf die Karren zu erhaschen. Es sieht ganz so aus, als ob sie etwas sucht. Genervt wischt sie sich eine Strähne ihrer dunklen Lockenmähne aus dem Gesicht. „Zosim, wo steckst du? Ich habe jetzt wirklich keine Lust auf ein ewiges Versteckspiel!“

Dort auf einem Wagendach huscht etwas silbrig Glänzendes vorbei. „…langsame Zosi… sieht nicht… hört nicht…“, kommt es leise meckernd von dem kleinen Wesen. Zorya konzentriert sich kurz, setzt zum Sprung an, als der Kleine mit halb abgespreizten Flügeln gerade von einem Dach auf das nächste übersetzen will, stößt sich ab und fängt ihn aus der Luft. „Hab ich dich, du Racker!“, tadelt sie ihn liebevoll. In ihren Armen hält sie einen kleinen Drachen, der ihr prompt die Zunge herausstreckt und über Menschen zu schimpfen beginnt, die lustige Spiele verderben: Zosim, der Taschendrache und Gefährte der Tänzerin.

Dass sie mehr verbindet als die bloße Freundschaft zweier intelligenter Wesen mag einer erahnen, der erlebt, wie sie sich blind verstehen und einer die Gedanken des anderen treffsicher zu erraten weiß. Dass die junge Akrobatin jedoch eine Hexe ist, wissen nur diejenigen, die sich ihr Vertrauen verdient haben.

Hier beginnt die Erzählung von Zorya und Zosim:

So geht die Geschichte weiter:

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